Der braune Nil

Der braune Nil ist die Alternativschreibung für den blauen Nil. Er ist der Nebenfluss des Nils, der durch Sudan und Äthiopien fließt. Der Ursprungsfluss ist der Kagera. Der braune bzw. blaue Nil durchfließt den Victoria- und Albertsee, im Süden des Sudans mündet er in die Sümpfe des Sudd. Vom Hochland von Äthiopien her kommend bei Khartum fließen blauer und Weißer Nil zusammen. Der blaue bzw. braune Nil ist der wasserreichsten Nebenarm des Nils. Die braune Farbe erhält der Nil hier durch den Monsunregen. Dadurch führt der Nil riesige Mengen an braunem Erdreich und auch von Geröll mit sich. Diese braune Färbung behält der Nil noch viele Kilometer, und zwar solange bis er sich mit dem Weißen Nil vereinigt.

Auf den letzten ca. 2700 km nach der Einmündung bzw. der Vereinigung mit dem Weißen Nil fließt der Nil ohne weitere Nebenflüsse weiter und wird auch langsam wieder von Erdreich und Geröll befreit. Im Nildelat hinterlässt der Nil den wertvollen fruchtbaren Schlamm, der für die Blüte dieses Landes beiträgt. Auch dieser ist heute noch überlebenswichtig für die Menschen, die im Nildelta leben. Und das sind sehr viele Menschen, denn ansonsten gibt es außer dieser Oase am Nil kaum einen fruchtbaren Fleck Erde. Um den braunen Nil zuerkunden, bieten viele Veranstalter passende Nilkreuzfahrten an.

Der braune Nil hat fruchtbringenden Schlamm

Der braune Nilschlamm gilt als sehr fruchtbar. Der Nilschlamm ist sehr weich und tiefgründig. Er hat einen hohen Lehmanteil. Beim Austrocknen schrumpft der Boden zusammen. Er bildet dann die typischen polygonalen Platten (auch Vertisole genannt). Der Nilschlamm hat einen hohen Nährstoffgehalt. Düngen ist hier eigentlich so gut wie unnötig. Außerhalb der Trockenheit kann es sein, dass die Risse im Boden bis zu 40 cm tief werden können.

Der braune Nil ist wichtig für die Landwirtschaft

Der braune Nil ist somit die wichtigste Grundlage, die in der ägyptischen Landwirtschaft.
Ein Teil des Schlamms wird heute am Weitertransport durch den Assuan-Staudamms verhindert. Dies blieb natürlich nicht ohne Folge für die Landwirtschaft im Nildelta. Die fehlenden Nährstoffe müssen nun durch Kunstdünger ersetzt werden. Die bleibt wiederum nicht ohne Auswirkung auf die Wasserqualität des Nils. Diese sinkt nämlich. Eine weitere Folge des Eingriff des Menschen in die Natürlichkeit des braunen Nils ist die Wegspülung von Ackerland oberhalb des Assuan Staudamms. Auch die Uferbefestigungen werden mehr und mehr beschädigt. Mehr Informationen zu einer Reise an den Nil erhalten Sie im Reiseforum.

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