Wenn der Preis alles ist – das Phänomen Billigflieger

Es heißt, die Zeit vergeht wie im Flug. Schön zu sehen ist dies an den sogenannten Billigfliegern. Der erste berührte nämlich schon im Frühjahr 1999 deutschen Boden. Auf dem ehemaligen Militärflughafen Hahn setzte eine Boeing der Ryanair auf. Für umgerechnet knapp 55 Euro konnte man damals nach London fliegen. Entgegen der Prophezeiung des damaligen Lufthansachefs Jürgen Weber konnten sich die Billigflieger auch in Deutschland etablieren. Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe von Anbietern, die um eine teilweise ganz neue Zielgruppe buhlen.

Fliegen wird für jedermann erschwinglich

Linienflüge, die günstigen Verbindungen in die Ferienregionen rund ums Mittelmeer einmal ausgenommen, waren relativ kostspielig und damit bei Weitem nicht für jeden erschwinglich. Die Billigairlines sorgten bald dafür, dass auch Menschen, die nie daran gedacht hatten, einmal zu fliegen, plötzlich auch die Möglichkeit hatten, mit dem Flugzeug zu verreisen. Wochenendtrips nach London und bald auch in weitere europäische Metropolen waren bald die Regel. Auch mehrere Ziele in Ägypten werden von den Billigairlines angeflogen. Flüge nach Kairo, Luxor, Sharm-el-Sheik, Marsa-Alam oder Hurghada sind problemlos möglich, womit Urlaub in Ägypten erschwinglicher geworden ist. Deshalb kann durchaus behauptet werden, dass Billigflieger das Leben verändert haben. Es ist darum auch damit zu rechnen, dass diese Art des Reisens eher noch zunehmen wird.

Billige Preise müssen erkauft werden

Von nichts kommt nichts, und da auch Billigairlines am Ende nur Wirtschaftsunternehmen sind, die Gewinn einfliegen sollen, müssen Einsparungen vorgenommen werden. In erster Linie geschieht das beim Service. Kostenlose Getränke sucht der Fluggast vergebens, Platz für die Beine in der Regel übrigens auch. Denn die Sitzplatzdichte in Flugzeugen von Billigairlines ist größer, als die bei normalen Airlines, weswegen es relativ beengt zugeht.

Besonderheiten bei Billigfliegern

Überwiegend werden kleinere Flughäfen bedient, nicht selten bis zu hundert Kilometer von der nächsten Großstadt entfernt, wie etwa das Beispiel Frankfurt-Hahn zeigt. Außerdem wird die Wahl der Flughäfen auch durch die von diesen erhobenen Abfertigungsgebühren bestimmt. Bevorzugt werden solche, die keine oder nur geringe Gebühren verlangen. Die Abflugzeiten werden häufig auf Tagesrandzeiten verlegt, beispielsweise sehr früh oder relativ spät am Abend. Außerdem werden in der Regel Einzelflüge angeboten, d. h., ein eventueller Rückflug muss separat gebucht werden. Nicht selten ist dieser dann teurer als der Hinflug.

Gebühren und versteckte Kosten

Versteckte Extragebühren gehören fast schon zum „guten Ton“ bei Billigfliegern. Je nach Buchungsart können etwa Gebühren von 25 Euro und mehr anfallen. Sitzplatzreservierungen können ebenso extra kosten wie die Zahlung mit Kreditkarten. Viele Anbieter verlangen darüber hinaus schon für das erste Gepäckstück Gebühren.

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